28. März 2025, B.Z.
Poller-Frust bei Anwohnern – Keiner wurde vorher informiert
„Das Ganze hat einfach keiner gewusst und dann erzählen die mir, das sei alles demokratisch beschlossen. Es hat niemand diejenigen gefragt, die es ausbaden müssen“, klagt Peter B. (77). Er wohnt seit 53 Jahren im Kiez und eine Sache hat ihn besonders geärgert. „Diese Arroganz! Man bekommt vermittelt: Autofahrer sind Verbrecher.“
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/verkehrsberuhigung-friedrichshain-poller
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28. März 2025, Berliner Zeitung
Grüne Verkehrspolitik in Friedrichshain: „Als würde einem allmählich die Luft abgedrückt.“
„Das sei für ihn und andere Bewohner das Hauptproblem: Das Bezirksamt sei aktiv dabei, Parkraum zu verknappen – und dabei noch nicht am Ende angekommen. Die Lage werde immer prekärer, sagt Neumann. (…)
An der Ecke Koppenstraße erstreckt sich ein Parkplatz, der an diesem Vormittag ebenfalls fast völlig ausgelastet ist. An diesem Ort hat sich der bislang lauteste Protest im Viertel entzündet. Denn die Autos sollen alle verschwinden. Etwa 200 Stellplätze kommen weg, haben die Bürger errechnet.
„Immer wieder betonen Bezirksämter, dass sie die Bürger an Umgestaltungen in ihren Kiezen beteiligen. Doch davon haben wir hier in Friedrichshain West nichts mitbekommen“, berichtet er. „Wer stöbert schon auf Verdacht oder aus Langeweile im Internet herum?““
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23. März 2025, B.Z.
Vor vollendete Tatsachen gestellt: Poller-Pläne in Berlin – Händler-Frust nach Info-Veranstaltung.
„Sie kamen hoffnungsvoll – und gingen enttäuscht. Die Info-Veranstaltung zur Verkehrsberuhigung im Ostkreuz-Kiez brachte Unternehmern und Gewerbetreibenden keine Antworten, sondern das Gefühl, ihre Existenz spiele keine Rolle.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit erklärten Bezirksstadträtin Annika Gerold (39, Grüne) und Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamts, am Mittwochvormittag in der Pablo-Neruda-Bibliothek (Frankfurter Allee) den Unternehmern ihre Verkehrszukunft – ohne Mitspracherecht.“ (…)
„Unsere Sorgen wurden uns in keiner Weise genommen. Im Gegenteil: Es wurde wieder deutlich, dass wir Gewerbetreibenden nicht in die Planungen einbezogen wurden“, sagt Martin Wiedemann (44), Chef einer Kinder- und Familieneventfirma in der Scharnweberstraße.
Frust bei Anwohnerin Jutta Odarjuk: „Wenn die geplanten Maßnahmen Ergebnis einer fairen demokratischen Bürgerbeteiligung wären, könnte ich damit leben. Aber das sind sie nicht.“ „
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/poller-frust
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13. März 2025, B.Z.
Gunnar Schupelius: Mein Ärger: So entscheiden Berlins Ämter gegen die Bürger.
„Poller: Die Bezirksämter sperren Nebenstraßen mit Pollern („Kiezblocks“), damit nur noch Fahrräder durchkommen. Das führt dazu, dass die Feuerwehr Umwege fahren muss und dass auch alle anderen, die an den gesperrten Straßen wohnen und mit dem Auto fahren müssen, nur noch mit Mühe ans Ziel kommen. Trotz aller Proteste der Anwohner, der Feuerwehr und der arbeitenden Bevölkerung werden die Poller nicht entfernt.“
https://www.bz-berlin.de/meinung/kolumne/kolumne-mein-aerger/aemter
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5. März 2025, B.Z.
Kiezblock-Irrsinn! Jetzt riegeln die Grünen Berlins Mitte ab.
bz-berlin.de/berlin/mitte/kiezblock-gruenen-berlins-mitte
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1.März 2025, Tagesspiegel
Meinung: Berlin ist nicht Pollerbü. Hört auf mit der Diskriminierung von Autofahrern!
„Die Zukunft der Mobilität in der nach Fläche drittgrößten Großstadt Europas ist ohne das Auto nicht denkbar. Die Frontstellung gegen Pkw-Fahrer bringt uns nicht voran.“
„So kommen wir nicht voran. Manchen Innenstadtbewohnern, die ihre kurzen Wege ausschließlich zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, muss man offenbar in Erinnerung rufen, dass Mobilität eine individuelle und anlassbezogene Entscheidung ist. Es gibt Menschen, die regelmäßig aufs Auto angewiesen sind. Zumal in Berlin. Die deutsche Hauptstadt ist nach Fläche die drittgrößte Stadt Europas. Hier lässt sich der Alltag nicht allein mit dem Lastenrad bewältigen.“
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28. Februar 2025, B.Z.
Meinung: Grüne Demokratie-Simulation.
„Bei den Protesten gegen Kiezblocks geht es längst nicht mehr nur um den Poller-Wahnsinn in Berliner Kiezen. Mindestens genau so empört sind viele Anwohner über die Art und Weise, wie Pläne erarbeitet und umgesetzt werden.
Die Grünen reden gerne von Mitsprache, laden zu Diskussionsrunden aber nur ihrer Partei nahestehende Verbände ein. Auch Umfragen der Bezirksämter zu geplanten Umbauten sind oft unglaubwürdig. Das ist keine Bürgerbeteiligung, sondern Demokratie-Simulation.“
https://www.bz-berlin.de/meinung/gruene-demokratie-simulation
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28. Februar 2025, B.Z.
Ein Kiez macht dicht: Noch mehr Pollerbü am Ostkreuz.
“200 Personen seien mit einer Befragung erreicht worden. „42.061 von 42.261 Einwohnern des Kiezes konnten sich aber nicht beteiligen“, kritisiert Fabeck.”
“Der Ingenieur ist seit einem Unfall zu 90 Prozent schwerbehindert, seine Frau nach einer Hüft-OP nicht richtig mobil. „Unser Auto haben wir inzwischen im anderthalb Kilometer entfernten Parkhaus des Victoria-Centers im Nachbarbezirk Lichtenberg geparkt.”
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/ostkreuz-5
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26. Februar 2025, Berliner Zeitung
Mehr Verkehrsberuhigung in Mitte. „Für viele Menschen sind Poller eine Bereicherung“.
Startschuss für ein umstrittenes Projekt: Der Bezirk plant viele neue Kiezblöcke. Ganz Berlin-Mitte ist im Fokus.
„Pollerbü: So hat sich der Bezirk Mitte selbst genannt. Pollerbü: Dass rot-weiß geringelte Stahlpfosten Autos auf einigen Straßen die Durchfahrt versperren, bringt manche Anwohner in Rage. Doch es gibt auch Befürworter. Jetzt zeichnet sich ab, dass sich die Diskussion noch einmal deutlich ausweiten wird. Denn das Bezirksamt hat angekündigt, viele weitere Kiezblöcke einzurichten – in ganz Mitte.“
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17. Februar 2025, Welt
Ex-Grüner rechnet ab: „So werden absichtlich Staus provoziert, um hinterher das Auto zu verdammen.“
Hendrik Böckermann: „Entscheidend (für meinen Wechsel von den Grünen zur CDU) war allerdings die falsche Verkehrspolitik der Grünen, die Zielsetzung, das Auto total aus der Stadt zu verbannen. (…) Ihr unbedingtes Beharren auf dem Konzept der autofreien Stadt führt vor allem zu Polarisierung.“
(…) „Ich konnte und wollte die Rückmeldungen von Anwohnern nicht länger ignorieren, die nicht verstehen, warum Hunderte Parkplätze entfernt wurden oder werden sollen.“
(…) WELT: „Haben Sie in den Reihen des Landesverbandes jemals ein volkswirtschaftliches Argument in der Diskussion über die „autofreie Stadt“ gehört?
Böckermann: „Nein. Ich glaube, das spielt für die allermeisten Leute in der Partei keine Rolle.“
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5. Februar 2025, Berliner Zeitung
„Das ist Krieg gegen die Autos!“ Friedrichshainer Ladenbesitzer sieht seine Existenz bedroht.
„Seit 1991 führt er den Laden am Boxhagener Platz. Die Zeit ist hier ein wenig über ihn hinweggegangen. Bei ihm geht es um Arbeit im althergebrachten Sinne, sonst überall um Lifestyle, Service und Tourismus. Jetzt wollen sie ihm noch das Auto nehmen.“
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24. Januar 2025, Berliner Morgenpost
Friedrichshain-Kreuzberg: So wird der Verkehr weiter umgebaut
“Es gibt erste Proteste gegen neue Einbahnstraßen und Poller seitens Gewerbetreibender.”
24. Januar 2025, Berliner Zeitung
Mehr Poller, weniger Parkplätze – so reagiert der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf die heftige Kritik
„Gewerbetreibende und Anwohner kritisieren, dass das Bezirksamt noch mehr Poller aufstellen und Autostellplätze durch Grünflächen ersetzen will.“
„Die Initiative Mit.Bestimmung.Fhain kritisiert, dass der Ostkreuzkiez noch mehr Einbahnstraßen, Pollersperren und Fußgängerbereiche bekommen soll. Das Bezirksamt habe die Bürger beim Konzept „Xhain beruhigt sich“ nicht beteiligt, heißt es.“
„Inzwischen wird auch am Boxhagener Platz Unmut laut. Wird der Flohmarkt noch per Auto erreichbar sein?“
23. Januar 2025, n-tv
Baden-Württemberg: Linienbus von Poller aufgebockt
20. Januar 2025, Berliner Zeitung
Volksbegehren für ein autofreies Berlin: „Es ist brutal, wie es auf den Straßen zugeht“
“Berlin ist keine Autostadt: Über 40 Prozent der Haushalte haben kein Auto”
18. Januar 2025, Berliner Morgenpost
Das Ladensterben von Weissensee. Kiezblock nur ein „Sündenbock“?
„Direkt nach Start der Zone, die an die Berliner Allee grenzt, habe sie in der Kasse ihres sonst gut laufenden Geschäfts nur noch etwa 200 Euro am Tag gehabt. „Das kannte ich überhaupt nicht“, erzählt sie. Von reiner Laufkundschaft aus dem Kiez konnte sie nicht leben. Kunden riefen an, dass sie nicht mehr zum Laden durchkämen. Es fehlten diejenigen, die sonst mit Auto anreisten. „Die für ihre Firma einen vierstelligen Betrag dalassen. Oder die, die im Speckgürtel wohnen, was aufs Grundstück mitnehmen, eine Feier ausrichten und für mehrere hundert Euro einkaufen“, sagt sie. Der Umsatz sei konstant um etwa 30 Prozent eingebrochen.
Ihr Feinkostladen ist nicht das erste Geschäft, das seit Realisierung des Kiezblocks aufgeben musste. Vor einem Jahr habe ein Weinladen schließen müssen, erzählt Strehlow. Dort befindet sich nun ein Späti. Danach habe es einen kleinen Blumenladen getroffen, zwei Cafés, einen Wäscheladen. Ein Ladensterben „im Zuge des Kiezblocks“, da hat sie keine Zweifel. Ganz im Gegensatz zum Pankower Stadtrat für Stadtentwicklung, Cornelius Bechtler (Grüne). Den hatte Strehlow im Herbst 2023 im Laden, erzählt sie. „Wir waren 22 Gewerbetreibenden aus dem Kiez. Von ihm kam wirklich: Es ist ihm egal, er zieht sein Verkehrsprojekt durch.““
15. Januar 2025, Berliner Kurier
Autos fahren zickzack – Wut-Stau der Händler wegen Poller-Chaos am Ostkreuz.
„Das neue Verkehrskonzept rund um das Ostkreuz in Berlin-Friedrichshain sorgt für erhebliche Spannungen. Besonders bei Händlern und Unternehmen. Betroffen von den umstrittenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist auch das Unternehmen „Kinderevents Berlin“. Es geht um die Existenz. (…)
Nicht nur die Geschäftsführung von „Kinderevents Berlin“ sieht sich betroffen. Auch Einrichtungen für körperlich beeinträchtigte Menschen könnten Schwierigkeiten bekommen, da Pflegedienste in den geplanten Zonen nicht mehr mit Fahrzeugen vorfahren können.“
13. Januar 2025, Berliner Zeitung
Kinderladen sorgt sich um Geschäft – Verstopft der Kiezblock bald die Frankfurter Allee?
12. Januar 2025, Berliner Kurier
Berlin-Hermsdorf: Ein Kiez kämpft für Poller an der Stadtgrenze zum Osten
8. Januar 2025, Berliner Morgenpost
Tucholskystraße: Poller herausgerissen – Wut oder Notfall?
7. Januar 2025, Tagesspiegel
Poller, Radwege, Fußgängerzonen: Grünes Bezirksamt will Verkehr im Friedrichshainer Kiez umkrempeln
4. Januar 2025, B.Z.
So tricksen die Grünen beim Poller-Wildwuchs in Kreuzberg
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/gruenen-poller-wildwuchs-in-kreuzberg
4. Januar 2025, B.Z.
Verkehrsexperiment einkassiert – Müssen jetzt alle Kiezblocks wieder abgebaut werden?
https://www.bz-berlin.de/berlin/pankow/muessen-jetzt-alle-kiezblocks-wieder-abgebaut-werden
29. Dezember 2024, B.Z.
Grüner Poller-Wahnsinn – Ostkreuzkiez droht Verkehrschaos
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/ostkreuz-kiez
19. Dezember 2024, Tagesspiegel
Sperren in Nord-Neukölln behinderten Feuerwehr: Bezirksamt will Poller häufiger kontrollieren
18. Dezember 2024, Berliner Zeitung
Feinkostladen in Weißensee schließt: „Danke an die Grünen – wegen des Kiezblocks“.
„In Pankow muss ein beliebter Feinkostladen schließen. Für die Anwohner und Stammgäste ist das ein Zeichen gescheiterter Grünen-Maßnahmen. Trotz der großen Kundschaft an diesem Vormittag muss der Laden an der Berliner Allee nach 16 Jahren schließen. Schuld daran, davon ist die Inhaberin überzeugt, sei der Kiezblock im Komponistenviertel des Bezirks Pankow, an dessen Grenze ihr Laden liegt. (…)
Für die Gewerbetreibenden sei das nach der Einrichtung 2023 schnell zum Problem geworden. Strehlow will den Rückgang der Kundschaft ab Tag eins bemerkt haben. „Ich stand hier und denke mir, puh 200 Euro in der Kasse, das ist ja komisch.“ Nach einer Woche meldeten sich andere Gewerbetreibende mit dem gleichen Problem.“
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/feinkostladen-in-weissensee-schliesst-bleibt-wegen-eines-kiezblocks-die-kundschaft-aus-li.2282356
16. Dezember 2024, Tagesspiegel
Bei Brand gingen wertvolle Minuten verloren: Poller behindern Berliner Feuerwehr in Neukölln beim Löscheinsatz
15. Dezember 2024, Berliner Zeitung
Berlin gibt sich auf: Es ist längst Zeit für die Kettensäge!
“Ladeninhaber und Wirte machen dicht, weil Poller den Verkehr „beruhigen“ sollen”
13. Dezember 2024, Welt
„Verkehrswende“ in Berlin: Wenn die Grünen mit ihrer Parkplatz-Vernichtung selbst in Kreuzberg auf Granit beißen
12. Dezember 2024, Berliner Zeitung
Streit um Poller flammt wieder auf: Warum Anwohner gegen diese Autosperre in Mitte klagen
11. Dezember 2024, B.Z.
Klagen nicht möglich: Bezirksamt Pankow verpollert die Stargarder Straße
https://www.bz-berlin.de/berlin/pankow/pankow-verpollert-stargarder
10. Dezember 2024, Tagesspiegel
Behörden machen Ernst bei Poller-Sperre: Fahrradstraße in Berlin wird zweigeteilt – aber nur für Autos
10. Dezember 2024, Berliner Kurier
Stargarder Straße wird gesperrt: Der irre Poller-Trick der CDU-Stadträtin
3. Dezember 2024, Berliner Morgenpost
Kiezblock Rixdorf: Warum Anwohner die Maßnahmen kritisieren
27. November 2024, Tagesspiegel
„Dieser Zeitaufwand kann Leben kosten“: Blockieren Poller Krankenwagen in Berlin-Kreuzberg?
21. November 2024, B.Z.
Poller am Lausitzer Platz blockieren Rettungswagen
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/poller-3
18. November 2024, B.Z.
Polizisten fahren jetzt mit Poller-Karte durch Friedrichshain.
„Doch kommen die Polizisten im Streifenwagen überhaupt noch rechtzeitig zu den Tatorten? Eine neue Karte soll den Beamten helfen, sich zurechtzufinden.
„Unsere Eintreff-Zeiten werden sich definitiv verlängern“, beklagt sich ein Polizist aus der Direktion 5. „Der ganze Kiez entwickelt sich durch die vielen Diagonalsperren und Poller irgendwie zu einem kompletten Irrgarten.“ (…)
„Wir klappen auf dem Weg in unseren Einsätzen auch keine Poller um, die Feuerwehr auch nicht“, beschreibt der Polizist die Einsatzrealität. Bei der Menge an Diagonalsperren und Fußgängerzonen wären es auch immer mehrere Poller je Einsatz. Hinzu kommen die vielen Einbahnstraßen. Das Fazit des Beamten: „Wir fahren die Umwege.“
https://www.bz-berlin.de/berlin/poller-karte-polizei-friedrichshain
18. November 2024, rbb
Poller-Ärger in Kreuzberg
Video, 1 min 48 sec
https://x.com/rbb24/status/1858455558942060670?t=k-JY_V8tcwviPBoyiL4QHA&s=19
12. November 2024, Westfälische Nachrichten
Debatte um Poller: „Schon mehrfach gab es Unfälle mit Todesfolge“
https://www.wn.de/muensterland/poller-sperrpfosten-unfaelle-ministerium-erlass-3187708
6. November 2024, B.Z.
Mitte-Krankenhaus St.Hedwig kämpft gegen noch mehr Poller
„Gefährdet die grüne Verkehrspolitik in Berlin sogar Menschenleben? Diesen Vorwurf erhebt ein großes Krankenhaus in Mitte – die Klinik wehrt sich gegen noch mehr Poller und Kiezblocks im Bezirk.
(…) Doch durch das Anhalten, Aussteigen und Aufschließen geht wertvolle Zeit verloren – obwohl bei Blaulicht-Einsätzen jede Sekunde zählt. Deshalb hat sich das St. Hedwig Krankenhaus (Rettungseinfahrt Krausnickstraße) an das Bezirksamt Mitte gewandt, weitere Poller und Kiezblocks seien eine Gefahr.“
https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/krankenhaus-kaempft-gegen-poller
4. November 2024, B.Z.
Autofreie Zone riegelt Fahrschule am Lausitzer Platz ab
https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/fahrschule
16. Oktober 2024, Berliner Morgenpost
Kiezblock-Kampf in Prenzlauer Berg: „Das wäre der Todesstoß“
23. September 2024, Tagesspiegel
Kiezblocks, Poller, Radwege – und im Notfall? Polizei und Feuerwehr ermahnen Berlins Bezirke
11. September 2024, Tagesspiegel
Aufregung um Berliner Kiezblocks: Blockieren Poller in Neukölln die Feuerwehr?
24. August 2024, Der Standard
Autos raus? Was nach der Parkraumbewirtschaftung kommt
„Der nächste Schritt nach der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung ist eine weitere konsequente Verdrängung des Automobils aus den Großstädten. Selbst fortschrittliche Kleinstädte arbeiten bereits daran, die Blechlawinen in ihren Kernzonen zu entflechten, Einkaufszentren an der Peripherie zu entmachten (…)“
„Mit dem Thema Stadtauto im altbekannten Sinn setzen sich Autohersteller gar nicht mehr auseinander. Stattdessen laufen die Entwicklungen an dieser Stelle mit großer Konsequenz hin zu vollautomatischen Shuttle-Systemen. Diese Autos (…) werden uns aber nicht mehr gehören. Sie werden bereitstehen. Die Trennlinie zwischen privatem und öffentlichem Verkehr verschmilzt also bereits an den Rändern.“ (Rudolf Skarics)
26. Juli 2024, Berliner Zeitung
Poller in der Tucholskystraße: Umfrage der Berliner Zeitung zeigt, was Berliner davon halten
23. Juli 2024, Berliner Zeitung
Poller, Schwellen, Einbahnstraße: Wie die Berliner Verkehrspolitik meinen Kiez ruiniert
„Ich war immer ein Befürworter der Verkehrswende. Diese Stadt muss sich den Problemen des Personenverkehrs stellen und sich fit machen für eine Zukunft nicht ohne, aber mindestens mit weniger Autos in der Innenstadt.“
„…das kann schon mal 20 Minuten extra bedeuten. So viel zur Verkehrswende.“
„Jetzt, nach einer längeren Zeit, in der das Viertel verkehrsberuhigt wurde, kann man sagen, dass all die wohlgemeinten und hier umgesetzten Ideen zumindest verbesserungswürdig sind, von der reinen Ästhetik mal ganz abgesehen.“
18. Juli 2024, Berliner Zeitung
Pollerbü-Ende in Mitte: Jetzt werden auch andere Anwohner vor Gericht ziehen.
„Einige Anwohner zogen gegen die Poller vor Gericht – und haben jetzt gewonnen. Einer der Bürger, die gegen das Bezirksamt Mitte einstweiligen Rechtsschutz beantragt haben, ist André Aimaq (56), Kreativdirektor in der Werbebranche. Er rechnet mit weiteren Gerichtsverfahren, die sich gegen Poller richten.
„Wir haben Kontakt mit Almut Neumann, der damals zuständigen Bezirksstadträtin von den Grünen, aufgenommen. Ihr Mitarbeiter sagte uns, dass die Tucholskystraße ein Unfallschwerpunkt sei. Als wir genauer nachfragten, wurde allerdings klar, dass es da in den vergangenen Jahren nicht mehr oder weniger Unfälle als an jeder anderen Kreuzung gegeben hat. Zudem hat der Bezirk die ganze Tucholskystraße betrachtet, nicht nur die Kreuzung. So groß ist die Gefahr an diesem Knotenpunkt nicht. Das Bezirksamt hat uns die Unwahrheit erzählt. Das fanden wir ziemlich krass.“
„Es geht nicht um Verkehrssicherheit, sondern um Ideologie, um eine Art Guerillakampf. Offenbar soll Mitte ein Museumsdorf werden, ein Rentnerparadies, in dem Zugezogene bestimmen. Was mich persönlich am meisten stört, ist die Gutsherrenart, mit der das grün regierte Bezirksamt vorgegangen ist.“
„Ich bin vor 20 Jahren aus Hamburg hierhergezogen. Und zwar nicht deshalb, weil ich in einer toten Wohngegend leben will, die sich abschottet. Doch genau das ist jetzt der Fall.“
„Als die Poller noch nicht standen, hat sich ein Bekannter gern in ein Café an der Kreuzung gesetzt, um dem bunten Treiben zuzuschauen. Das fand er schön. Für ihn war es vibrierendes Großstadtleben. Und obwohl da viel los war, gab es nie einen Unfall. Weil es Menschen anscheinend auch so schaffen, aufeinander Rücksicht zu nehmen.““
16. Juli 2024, Berliner Zeitung
„Pollerbü“ verliert vor Gericht: Die Autosperre in der Tucholskystraße muss weg
16. Juli 2024, B.Z.
Hochmut und Willkür im Amt
https://www.bz-berlin.de/meinung/linkcombohochmut-und-willkuer-im-amt
7. Juli 2024, Tagesspiegel
Gebildeter, reicher, weißer. Privilegierte treiben Stadt-Initiativen voran. Eine Studie an Berliner Kiezblock-Initiativen zeigt, dass Teilhabe nicht immer solidarisch ist.
„Einige der Anrainer fühlten sich aber überrumpelt, als der Poller im Dezember 2023 installiert wurde. (…) Die Kritik: vor dem Aufstellen seien nicht alle Anwohner gehört worden.
Aktivisten repräsentieren nicht die Stadtgesellschaft.
(…) Ein zentrales Problem von Grassroots-Inititativen (…), wie eine Befragungsstude des Potsdamer Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) nun zeigt: „Wir gehen davon aus, dass die Befragten einer privilegierteren sozialen Gruppe angehören, die über Ressourcen und Kapazitäten für ein freiwilliges Engagement verfügt, die anderen sozialen Gruppen möglicherweise nicht zur Verfügung stehen“, bestätigt das Forschungsteam (…).
Besonders typisch für ihre Nachbarschaften seien sie nicht: Ihr Einkommen liege 25 Prozent über dem Berliner Schnitt und mit 70 Prozent Akademikerquote sei der Bildungsstand überproportional hoch. (…) Sie sind jedenfalls ethnisch weniger divers als die sonstige Berliner Community: Nur 14 Prozent gaben an, dass Eltern oder Großeltern außerhalb der Grenzen Deutschlands geboren wurden, bei 39 Prozent der Stadtbewohner ist das normalerweise der Fall.“
Mai 2024, tip Berlin
Kann Berlin eine 15-Minuten-Stadt werden? Worauf wartet die Hauptstadt?
„Dieses Konzept hat sich 2016 – zumindest unter diesem Namen – der Kolumbianer Carlos Moreno ausgedacht, Urbanist an der Pariser Sorbonne. Und die dortige Bürgermeisterin Anne Hidalgo setzt es seit 2020 beherzt um, was zuallererst heißt: Raus mit dem Auto.“
„(…) Strukturen schaffen im Geiste einer 15-Minuten-Stadt funktioniert (…) auf lokaler Ebene besser. (…) Dabei unterstützt Changing Cities lokale Initiativen, die in ihren Kiezen zunächst eine Verkehrsberuhigung erreichen wollen, um dann weiterdenken zu können.“
„Die Leute merken dann, was ohne Verkehr alles möglich ist“, sagt Ragnhild Soerensen (Changing-Cities-Pressesprecherin). Straßen und Parkplätze könnten nun in Gärten verwandelt, der Kiez könnte zum verlängerten Wohnzimmer werden. Sie erzählt, wie in ihrer Heimatstadt Kopenhagen die Zahl der Parkplätze schrittweise reduziert und verteuert werde. „Es ist erschreckend, wie rückständig wir in Berlin sind“, sagt Soerensen.“
29. April 2024, klimareporter
Wenn Stadtraum-Umgestaltung an manchen Lebensrealitäten vorbei geht.
„Das Auto ist nicht nur ein Transportmittel. Es spiegelt komplexe soziale, kulturelle und wirtschaftliche Strukturen wider, die unterschiedliche Communitys prägen. Wer eine gerechte Verkehrswende will, muss das beachten.
(…) Neben Gesprächsrunden mit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Gewerbetreibenden konnte (…) eine Gruppe mit Frauen aus der Werner-Düttmann-Siedlung für ein Gespräch gewonnen werden. (Die Siedlung) wird bei Planungsverfahren oft nicht berücksichtigt, ist aber laut Klassifizierung im Berliner Umweltgerechtigkeitsatlas im Vergleich zum nördlichen Graefekiez besonders von hohen Luft- und Lärmemissionen betroffen. Viele Anwohner:innen beziehen Sozialleistungen. (…) Hier haben 75 Prozent der Bewohner:innen einen Migrationshintergrund.
(…) Besonders interessant waren die Antworten auf die Frage nach dem individuellen Mobilitätsverhalten. Einhellig wurde das Auto als das wichtigste Verkehrsmittel benannt.
Es wurde darauf verwiesen, dass ein Auto benötigt werde, um Lebensmittel einzukaufen oder die Kinder zu transportieren. Die begrenzte Verfügbarkeit eines Autos mache es schwierig, diese täglichen Erledigungen zu schaffen und dann auch noch die eigene Arbeit zu stemmen:
„Wir haben kein Auto mehr, … weil es einfach … zu teuer geworden ist und mit Parkplätzen (schwierig). Aber ja, trotzdem setzt er (der Vater) sich (gegen das Projekt) ein, denn er weiß ja selbst, wenn er einkaufen geht, kann er nicht vier Kisten Cola und fünf Kisten Wasser irgendwie von A nach B schleppen. Auch wenn wir als Großfamilie dann alle mitgehen und jeder einen Kasten schleppt, ist ja immer noch Einkauf da.“
Auf das Auto zu verzichten, ist für sie ein Luxus, den sich nicht jede erlauben kann. Sie verweist dabei auf die „reichen Bewohner des Bergmannkiezes“ im weiter westlich gelegenen Teil Kreuzbergs, die „Grünen“, die überall mit dem Fahrrad hinfahren.
Sich so bewegen zu können, sei auch ein zeitlicher Luxus. Denn das Auto heiße für sie auch, Zeit zu sparen. Zugleich würden genau diese Menschen, die im Alltag Fahrrad fahren, dann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen.
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14.-27. Oktober 2021, tip Berlin, Seite 10
Straßenkampf in Deutschland. Wie der Traum von der autofreien Stadt den Wrangelkiez spaltet.
„Diejenigen im Wrangelkiez, die alles so behalten wollen, wie es ist, das sind nur wenige Schreihälse, die auch schlecht informiert sind“, sagt (Antje) Heinrich (Sprecherin von Changing Cities).
(…)
„Es spielt keine Rolle, was du sagst. Am Ende wird sowieso gemacht, was die Politik will.“
Ayse Andic
Zum Gespräch mit Ayse Andic gesellt sich Hakan, 1977 im Wrangelkiez geboren. Er liefert Fisch aus, verkauft auf dem Markt. Hakan erzählt, dass die Gewerbetreibenden im Viertel schon vor drei Jahren Unterschriften gegen die „Autofrei“-Initiative gesammelt haben und dem Bezirksamt übergeben wollten.
„Frau Herrmann hat die gar nicht angenommen.“ Er glaubt, dass in zehn Jahren das, was Berlin für ihn ausmacht, nicht mehr existieren wird: „Das Miteinander. Helfen, wo man helfen kann“.
Wohin die Reise geht? Richtung „Paris, London, Amsterdam. Yeah! Drei Jobs gleichzeitig, weil die 1-Zimmer-Wohnung 2.000 Euro kostet. Yeah! In Berlin arbeiten, aber nicht leben dürfen. Zwei Stunden hin- und zurückfahren jeden Tag. Und dann verballer ich weniger CO2?““